1999
Antenne DEUTSCH/LAND
Von "Radio dla cibie" in Polen bis "Tartu Raadio" in Estland: Elf osteuropäische Radiomacher aus neun Ländern waren zu Gast in NRW
Unter der Bezeichnung "Antenne DEUTSCH/LAND" hat die LfR gemeinsam mit dem Goethe-Institut vom 29. August bis zum 2. Oktober 1999 ein fünfwöchiges Stipendium für elf Radiojournalistinnen und -journalisten aus dem Baltikum und Osteuropa angeboten.
Das Projekt wurde vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung unterstützt. Mehr als 60 Journalisten hatten sich um die Teilnahme beworben.
| Teilnehmer | Radio |
| Biljana Mojsovka (Skopje, Mazedonien) |
Radio Ravel |
| Alenka Veler (Lubljana, Slowenien) |
Radio Student |
| Maria Chichkanova (Moskau, Russland) |
Stimme Russlands |
| Olga Galperowitsch (Weißrussland) |
Radio 2 |
| Olga Lappo (Kiev, Ukraine) |
Radio Kontinent |
| Peter Balla (Nore Zamky, Slowakei) |
Radio Twist |
| Kalle Hein (Tartu, Estland) |
Tartu Raadio |
| Eva Boudova (Hrades Kralove, Tschechien) |
Cesky Rozhlas |
| Ljudmilla Filatova (Kaliningrad, Russland) |
Radio BAS |
| Patrycja Kotarba (Warschau, Polen) |
Radio dla ciebie |
| Hana Hikelova (Brno; Brünn, Tschechien) |
Cesky Rozhlas |

- Foto: Uwe Völkner
Bis zum 2. Oktober hatten diese Journalisten die Möglichkeit, ihre Kenntnisse der deutschen Sprache zu erweitern, professionelle Kontakte zu Kollegen in NRW herzustellen und die Hörfunkarbeit bei nordrhein-westfälischen Lokalradios kennen zu lernen.
Das Programm bestand aus:
- einem zweiwöchigen mediensprachlich orientierten Kurs am Iserlohner Goethe-Institut
- einem einwöchigen Seminar in der Deutschen Hörfunk-Akademie in Dortmund sowie
- einem je zweiwöchigen Praktikum in einem Lokalradio.
Zusätzlich fanden Expertengespräche über Medien in Deutschland sowie Exkursionen, u.a. zu radio NRW in Oberhausen, zu EinsLive und zu WDR2 (Köln), statt.
Im Analogstudio der Deutschen Hörfunk-Akademie Dortmund. Hintere Reihe von links nach rechts: Hana Hikelova, Patrycja Kotarba, Patricia Raffelt (Goethe-Institut), Ljudmilla Filatova, Uschi Wienken (Deutsche Hörfunk-Akademie); vordere Reihe von links: Biljana Mojsovka, Kalle Hein, Eva Boudova, Maria Chichkanova, Olga Lappo, Alenka Veler, Dr. Günther Hasenkamp (Goethe-Institut), Peter Balla, Dr. Peter Widlok (LfR), Olga Galperowitsch.
Leben und Arbeiten im Radio in Osteuropa
Wie und unter welchen Bedingungen arbeiten Radiojournalisten in den neuen Sendern im Osten Europas? Welche Erwartungen an den Job haben Sie, welche Wünsche? Was verdient man im privaten Rundfunk?
"Das Schlimmste ist, wenn der Gast nicht kommt", sagt Patrycja Kotarba, Moderatorin bei "Radio dla cibie" (Radio für Dich) in Warschau. Nachrichten recherchieren, formulieren und sprechen ist dagegen Aufgabe von Olga Lappo von "Radio Continent" in der ukrainischen Hauptstadt Kiev. "Für diese Arbeit muß man sich jeden Tag interessieren, weil wenn man nicht täglich Kontakt hat, dauert es dann zu lange, alle Informationen zu bekommen und wirklich objektive Nachrichten zu machen."
Dies sind kurze Einblicke in die Lebens- und Berufswelt von zwei osteuropäischen Hörfunkkolleginnen.
In spannenden "Elf Porträts auf Gegenseitigkeit" stellten sich die Teilnehmer von Antenne DEUTSCH/LAND" gegenseitig vor.
| Gastgeber | Chefredakteur/-in | Praktikant/-in |
| Radio 91.2 | Martin Busch | Biljana Mojsovka (Skopje, Mazedonien) |
| Radio Essen | Bernd Drescher | Alenka Veler (Lubljana, Slowenien) |
| Radio Hagen | Cordula Aßmann | Maria Chichkanova (Moskau, Russland) |
| Hit Radio Vest | N.N. | Olga Galperowitsch (Weißrussland) |
| Radio Emscher-Lippe | Christof Jünemann | Olga Lappo (Kiev, Ukraine) |
| Radio Herne 90acht | Wolfgang Tatzel | Peter Balla (Nore Zamky, Slowakei) |
| Radio MK | Andreas Heine | Kalle Hein (Taartu, Estland) |
| Lippe Welle Hamm | Gerd Heistermann | Eva Boudova (Hrades Kralove, Tschechien) |
| Radio Köln | Ina Rumpf | Ljudmilla Filatova (Kaliningrad, Russland) |
| Radio Antenne Münster | Hans-Ulrich Frank | Patrycja Kotarba (Warschau, Polen) |
| Antenne Unna | Elmar Thyen | Hana Hikelova (Brno (Brünn), Tschechien) |
Mit einer Abschlußveranstaltung in Düsseldorf endete das Projekt am Samstag, 2. Oktober 1999.
Weitere Informationen: Dr. Peter Widlok, LfR (pwidlok(at)lfm-nrw.de) oder Dr. Günther Hasenkamp, Goethe-Institut Iserlohn (hasenkamp(at)goethe.de)
