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ÜBER DAS PROJEKT

Funkfenster, 1993 Bild: LfM

die Entwicklung

Bereits im Sommer 1993 wurden unter Koordination der LfM Praktikumsplätze für Radiojournalisten aus Mittel- und Südosteuropa (MSOE) in sieben ausgewählten Lokalradios sowie bei radio NRW bereitgestellt. Bis 1995 konnten insgesamt 22 Kolleginnen und Kollegen von Hörfunkstationen aus Estland, Litauen, der Ukraine und Slowenien, aber auch aus Großbritannien und den USA ein jeweils zweiwöchiges Praktikum machen.

Seit der festen Etablierung des Programms „Antenne Deutsch/Land“ im Jahre 1999 haben fast 100 Hörfunkjournalistinnen und Hörfunkjournalisten aus rund osteuropäischen 30 Ländern (Albanien, Aserbaidschan, Armenien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Georgien, Jugoslawien, Kasachstan, Kirgisistan, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Mongolei, Polen, Rumänien, Russische Föderation, Serbien und Montenegro, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Türkei, Ungarn, Ukraine, Usbekistan und Weißrussland) an dem Fortbildungsprogramm teilgenommen.

das Projekt

Im Rahmen des Projektes „Antenne Deutsch/Land“ wird den Teilnehmenden ein vertiefter Einblick in die Strukturen und Abläufe vorwiegend des privaten Hörfunks in Deutschland mit Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen gewährt. Darüber hinaus haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, ihre deutschen Sprachkenntnisse auf ihre professionellen Bedürfnisse hin zu erweitern. Durch eine Reihe von Kontakten, Gesprächen und Exkursionen bekommen sie ein lebendiges und aktuelles Deutschlandbild vermittelt, das sie nach ihrer Rückkehr auch in Form von hier gesammeltem Material, O-Tönen, Interviews etc. über ihre Heimatsender verbreiten.

Die Funktionsweise des dualen Mediensystems sowie der praxisnahe Erfahrungsaustausch mit dem privaten Hörfunk in NRW bilden zentrale Bausteine in den einzelnen Programmphasen. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Medien sowie die unabhängige journalistische Arbeit in den Medien spielen gerade in den Herkunftsländern der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine zentrale Rolle und werden während des Projekts mehrfach thematisiert.

die Projektpartner

Die Zusammenarbeit zwischen Goethe-Institut (GI) und der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) beim Fortbildungsprogramm „Antenne Deutsch/Land“ ist eine klare „Win-Win-Situation“: Keine der Institutionen wäre in der Lage, ein solches Programm alleine durchzuführen. Jede Institution setzt durch ihr spezifisches Profil Akzente. Das vielseitige Programmangebot eröffnet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Möglichkeiten, individuelle Interessen neu zu verknüpfen und für die praktische Arbeit zu Hause zu nutzen. Selbstverständlich ist das Programm keine Einbahnstraße. Der internationale Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen, mit den deutschen Fachleuten sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Lokalfunk trägt zu einem besseren Verständnis der jeweiligen Rahmenbedingungen und Gegebenheiten bei.

die Programmphasen

Programmphase I (2 Wochen): Medien und Mediensprache Deutsch

Begleitend zum Seminar „Mediensprache Deutsch“ beim Goethe-Institut Düsseldorf finden Vorträge, Expertengespräche und Exkursionen (radio NRW, WDR, Deutsche Welle) statt. Abgerundet wird diese erste Phase durch ein kulturelles Rahmenprogramm.

Programmphase II (4 Tage): Exkursion nach Berlin

Neben dem Besuch der Bundespressekonferenz und verschiedener Berliner Rundfunksender wird auch eine Stadtführung mit Besuch des Reichstages angeboten.

Programmphase III (5 Tage): Seminar „digitale Radioproduktion“

Das praktische Training umfasst fünf Tage, in denen geübt und vor allem technische Kenntnisse vermittelt werden. Zum Abschluss produzieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine zweistündige Magazinsendung, die im Internet übertragen wird.

Programmphase IV (4 Tage): Hospitanz bei einem Lokalsender in NRW

Begleitung des redaktionellen Alltags in Kleingruppen bei ausgewählten Lokalradiosendern in NRW.

Programmphase V:

Als Abschluss finden am letzten Tag des Programms eine Evaluation und ein Erfahrungsaustausch statt.